Gerhard Wazel

Prof. Dr. Gerhard Wazel wurde in Tschechien geboren und wuchs nach der Aussiedlung 1946 im thüringischen Arnstadt auf. Er studierte Germanistik und Anglistik/Amerikanistik an der Universität Jena, arbeitete danach zunächst als Lehrer an einer Erweiterten Oberschule und war von 1964 bis 1991 erst als wissenschaftlicher Mitarbeiter, Auslandslektor und später als Ordentlicher Professor für Methodik Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache und Direktor des Instituts für Deutsch als Fremdsprache bzw. Auslandsgermanistik an der Universität Jena tätig.

Seine Lehr- und Forschungstätigkeit führte ihn wiederholt sowohl ins ehemalige sozialistische als auch ins kapitalistische Ausland mit teilweise mehrjährigen Lehraufenthalten in Prag, Sarajevo, Tampere und Graz und mit zahlreichen Dienstreisen an Universitäten und Sprachinstitute in Europa, Asien, Afrika und Nordamerika. Er ist Verfasser und Herausgeber zahlreicher Publikationen, Lehrmaterialien und Software zur Didaktik Deutsch als Fremdsprache und zur Interkulturellen Kommunikation.

Die Wende in der DDR im Herbst 1989 brachte für ihn einschneidende berufliche und private Veränderungen mit sich. Prof. Dr. Gerhard Wazel arbeitet seit 1991 in leitender Position an einem interkulturell orientierten und international wirkenden Sprachinstitut, wo er auch zahlreiche große EU-Bildungsprojekte initiierte und koordinierte. Er lebte fast 20 Jahre in Bayern, bevor er vor einigen Jahren wieder nach Thüringen zurückkehrte, wo er auch jetzt im Alter von 80 Jahren noch aktiv ist.

Wir trafen uns im November 2019 in Arnstadt und führten eine Unterhaltung über seine Arbeit in der DDR, darüber wie er die Wende erlebte und wie er sein Leben aus der jetzigen Perspektive betrachtet. Gerhard Wazel ist mein Vater.

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